Gutachten Wirtschaftsfaktor Immobilien 2017

Deutsche Immobilienwirtschaft als Stabilitätsanker für Europa

Alle vier Jahre veröffentlichen die immobilienwirtschaftlichen Verbände ein Gutachten zur volkswirtschaftlichen Bedeutung der Immobilienwirtschaft. Rechtzeitig zur Bundestagswahl präsentiert das neueste Gutachten „Wirtschaftsfaktor Immobilien 2017“ fundierte aktuelle Daten und Fakten zur Branche und zum Immobilienbestand. Es liefert damit wichtige Grundlagen für die Immobilien- und Baupolitik der künftigen Bundesregierung. Besonders deutlich wird aus der aktuellen Ausgabe, dass die Immobilienwirtschaft mit ihrer besonderen Struktur und mit einer Bruttowertschöpfung von über 500 Milliarden Euro sowie einem Vermögenswert von über 11 Billionen Euro nicht nur für die deutsche, sondern auch für die europäische Wirtschaft ein zentraler Stabilitätsfaktor ist.

Die neueste Ausgabe setzt die Reihe der Gutachten zur volkswirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bedeutung der Immobilienwirtschaft aus den Jahren 2005, 2009 und 2013 fort. Durch eine gestraffte Struktur werden die Besonderheit der Immobilienwirtschaft und des Immobilienbestands als komplexe Branche und als komplexes wirtschaftliches, soziales und stadtstrukturelles Gut noch klarer herausgearbeitet.

Denn Immobilien:

  • bedienen unterschiedliche Nutzungen (Wohnen, Wirtschaft mit verschiedenen Branchen)
  • sind im Besitz unterschiedlicher Eigentümer (öffentliche Hand, Privatpersonen, Unternehmen unterschiedlicher Branchen, Immobilienunternehmen)
  • werden von unterschiedlichen Wirtschaftszweigen erstellt (Architektur-/Ingenieurbüros, Bauwirtschaft), finanziert (Finanzwirtschaft), verkauft (Makler, Immobilienunternehmen), vermietet (Immobilienunternehmen, private Vermieter) verwaltet und gemanagt
  • haben eine hohe Bedeutung als Sicherheit für Finanzierungen
  • prägen mit dem öffentlichen Raum die physische Umwelt und das Stadtbild.

Mit Hilfe des umfangreichen Datenmaterials und der darauf aufbauenden Analysen werden die zentralen und komplexen immobilienwirtschaftlichen Bedeutungszusammenhänge unterlegt. Ebenso werden erstmals die Besonderheiten des deutschen Immobilienmarktes im internationalen Vergleich deutlich herausgearbeitet. Dabei gibt das Gutachten Antworten auf mehrere zentrale Fragen: Wie ist die deutsche Immobilienwirtschaft strukturiert? Wer sind die Akteure und wie sensibel reagieren die Immobilienwirtschaft und die Volkswirtschaft auf Schwankungen? Was ist bei politischen Maßnahmen angesichts der räumlich und strukturell heterogenen Immobilienmärkte zu beachten, damit diese überhaupt wirksam sein können? Bleibt die Immobilienwirtschaft ein Stabilitätsanker oder müssen wir angesichts steigender Immobilienpreise und -mieten nun doch eine Preisblase fürchten?

Erarbeitet haben das Gutachten die beiden Immobilienexperten Prof. Dr. Michael Voigtländer vom Institut der Deutschen Wirtschaft Köln und Prof. Dr. Just vom IREBS Institut für Immobilienwirtschaft der Universität Regensburg mit ihren Teams. Gemeinsame Auftraggeber sind die gif Gesellschaft für Immobilienwirtschaftliche Forschung e. V., die BDI - Bundesarbeitsgemeinschaft der Immobilienwirtschaft, von Haus & Grund Deutschland und der Deutsche Verband.

 

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