Wiesbaden, 6. Februar 2017 / In neun der zwölf untersuchten Städte wurden teils erheblich höhere Vermietungsumsätze registriert. Während in den A-Städten München, Berlin und Hamburg moderate Umsatzzuwächse zwischen 1,8 % und 2,8 % beobachtet wurden, konnten in Frankfurt, Köln und Stuttgart sehr hohe   Umsatzsteigerungen zwischen 38 % und 49 % verzeichnen. In der Bundeshauptstadt wurde - wie bereits im Vorjahr - mit rund 869.000 m² wieder ein neuer deutscher Umsatzrekord aufgestellt. In den untersuchten B-Städten war das Bild 2016 uneinheitlicher: Während Hannover und Leipzig leichte Umsatzrückgänge zu verzeichnen hatten, war in Bonn, Heidelberg, Ludwigshafen und Mannheim eine teils deutliche Zunahme der Vermietungsleistung zu beobachten. Eine Ausnahme war 2016 auch Bonn. Ging hier noch 2015 vor dem Hintergrund einer sehr geringen Leerstandsrate der Umsatz zurück, so war im Jahr 2016 fast eine Verdopplung festzustellen. Umsatztreiber waren v.a. Eigennutzer, deren Anteil in Bonn am Flächenumsatz im letzten Jahr wieder deutlich gestiegen ist. In den drei analysierten B-Städten der Metropolregion Rhein-Neckar war es im vergangenen Jahr v.a. Mannheim, wo die Umsätze deutlich zulegten.

Getragen von der sehr guten Vermietungsleistung konnte nun bereits im sechsten Jahr in Folge in allen A-Städten ein Leerstandsrückgang registriert werden. Mittlerweile stehen hier im Durchschnitt nur noch 5,0 % der Büroflächen leer, 2015 waren es noch 5,9 %. Der deutlichste Rückgang der Leerstandsquote war in Berlin zu verzeichnen: von 4,9 % im Dezember 2015 auf aktuell 3,5 %. Die Leerstandsquoten in den übrigen A-Städten lagen Ende Dezember 2016 zwischen 2,7 % im Stadtgebiet München und 10,2 % im Frankfurter Marktgebiet. Auch in den B-Städten sank die Leerstandsrate in den vergangenen sechs Jahren kontinuierlich und lag am Jahresende 2016 im Schnitt bei nur noch 4,7 %.

Im Jahresvergleich stieg 2016 die Summe der fertiggestellten Büroflächen an den zwölf Standorten insgesamt um 2,1 % an. Während allerdings in den untersuchten A-Städten nach dem schwachen Jahr 2015 ein deutliches Plus von rund 20 % zu verzeichnen war und das aktuelle Fertigstellungsniveau auch 2017 gehalten werden dürfte, gingen die Fertigstellungen in den B-Städten nach zwei starken Jahren 2016 um über 50 % zurück. Trotzdem lagen die Fertigstellungen an diesen regionalen Standorten immer noch auf einem vergleichsweise hohen Niveau und werden 2017 voraussichtlich wieder deutlich steigen.

In diesem Marktumfeld stiegen die Spitzenmieten fast überall. In den A-Städten war der Mietpreisanstieg in Berlin mit rund 13,7 % am höchsten, in den B-Städten wies Ludwigshafen mit +10,0 % die höchste Mietpreisdynamik auf. Die einzige Stadt, in der die realisierte Spitzenmiete leicht nachgab, war Frankfurt, wo die Mieten um 1,5 % sanken. Ursache war hier, dass 2016 höhere Mieten durchaus realisierbar gewesen wären, allerdings keine hochpreisigen Flächen in entsprechendem Umfang vermietet wurden. Auch die Durchschnittsmieten tendierten 2016 weiter nach oben, nur für Frankfurt und Heidelberg wurde ein Nachgeben der Durchschnittsmieten registriert.

An der gif-Büromarkterhebung für das Jahr 2016 haben an den zwölf Standorten unter der Leitung der gif-Moderatoren 53 Unternehmen und Institutionen mit rund 110 Vertretern der Branche mitgewirkt. Unser Dank gilt den folgenden Unternehmen (in alphabetischer Reihenfolge):

Aengevelt Immobilien, Angermann, Art-Invest Real Estate Management, Ascheberg Immobilien, BASF SE, Baum Unternehmensgruppe, Bender Consult Immobilien, Beos, Black Olive, BNP Paribas Real Estate, Büro Fahnenstich, Centrum Property Management, Catella, CBRE, Colliers, Comforta, Cushman & Wakefield, Delta Domizil, DENGLER ImmobilienConsulting, DIC Onsite, Dieter Limbach Immobilien KG, DIRINGER & SCHEIDEL Wohn- und Gewerbebau, Dr. Lübke & Kelber, Ellwanger & Geiger, Engel & Völkers, FIH Fürst Immobilien, Greif & Contzen, Grossmann & Berger, hanova, Henschel Immobilien, IVG Asset Management, JLL, Kapitalverwaltungsgesellschaft, Knight Frank, Kraus Immobilien GmbH, Metropolregion Rhein-Neckar, NAI apollo, R. D. Limbach Immobilien, Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung Region Hannover, RENUM Immobilienvertrieb, RheinReal, Rich Immobilien, Savills, Sparkasse Hannover Gewerbeimmobilienvermittlung, Sparkassen Immobilien Heidelberg, Stadt Heidelberg, Stadt Mannheim, Strategpro Real Estate GmbH, TRIUVA, VeInEn Immobilien, Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft Ludwigshafen a. Rh., Wirtschaftsförderung Stadt Bonn.

Die detaillierten Werte der Büromarkterhebung können kostenlos im gif-Onlineshop unter www.gif-ev.de abgerufen werden.