• gif-Kompetenzgruppe Public Real Estate Management gibt „Screening von Immobilienportfolios der öffentlichen Hand zur Priorisierung von Maßnahmen an Bestandsimmobilien“ heraus • Empfehlungen für das Erstellen transparenter Prioritätenlisten der erforderli-chen Maßnahmen im Immobilienportfolio

Die Kompetenzgruppe Public Real Estate Management der gif Gesellschaft für Immobilienwirtschaftliche Forschung e. V. erläutert mit ihrer Publikation „Screening von Immobilienportfolios der öffentlichen Hand zur Priorisierung von Maßnahmen an Bestandsimmobilien“ Hinweise zur Priorisierung von Bauunterhaltungsmaßnahmen und Investitionen für Bestandsimmobilien der öffentlichen Hand das Screeningverfahren mittels praktischer Beispiele. „Die aus immobilienökonomischer Sicht notwendigen Bauunterhaltungs- und Investitionsbedarfe in den Immobilienbeständen der öffentlichen Hand waren und sind - zum Teil aufgrund der jahrelangen angespannten Haushaltssituation - größer als das tatsächlich zur Verfügung stehende Budget“ erklärt Dr. Eleonore Pöll, Leiterin der gif-Kompetenzgruppe Public Real Estate Management. „Personelle Kapazitätsengpässe sowohl bei der öffentlichen Hand als auch bei den Dienstleistern aufgrund der boomenden Bauwirtschaft erschweren die Deckung der Bedarfe. Insbesondere verstärken gestiegene gesetzliche Anforderungen und haftungsrelevante Themen, z. B. im Rahmen der Eigentümer- und Betreiberverantwortung, den Handlungsbedarf. Das Motto hierzu muss lauten: Agieren statt reagieren.“

Demografische und bevölkerungsstrukturelle Veränderungen und damit verbundene immobilienbezogene Nutzungsänderungen sowie Digitalisierungs- und Klimaschutzanforderungen verändern nachhaltig die Anforderungen und Bedarfe an Immobilien und müssen zusätzlich in die Investitionsplanung einbezogen werden. Die prekäre personelle und finanzielle Situation im öffentlichen Immobilienmanagement erfordert eine Priorisierung der Maßnahmen und damit ein vorausgehendes Screening des Immobilienbestandes.

Die vielfältigen Einflussfaktoren und komplexen Rahmenbedingungen mit verschiedenen Interessengruppen verlangen eine methodisch klar strukturierte und nachvollziehbare Festlegung einer Rangfolge zur Abarbeitung des Bau- und Instandhaltungsbedarfs im Immobilienbestand der öffentlichen Hand. Das Screening des Immobilienportfolios anhand des vorgelegten Leitfadens liefert im Ergebnis transparente Prioritätenlisten der erforderlichen Maßnahmen. Diese stellen auch einen Indikator für vorhandene Risikopotenziale dar und tragen gezielt zur objektbezogenen Risikoanalysen bei.

Die beschriebene Vorgehensweise leistet einen wesentlichen Schritt hin zu einer aktiveren Steuerung der Immobilieninvestitionen im Immobilienbestand und somit einen Beitrag zur weiteren Professionalisierung des öffentlichen Immobilienmanagements.

Die Publikation ist kostenlos als PDF zum direkten Download im gif-Onlineshop erhält-lich: https://gif-ev.de/onlineshop/detail/520

 

Über die gif
Die gif Gesellschaft für Immobilienwirtschaftliche Forschung e. V. wurde am 15. Oktober 1993 gegründet und hat heute rund 1.300 Mitglieder. Der gemeinnützige Verein strebt die Zusammenführung von Theorie und Praxis an und trägt zur Klärung wichtiger immobilienwirtschaftlicher Fragestellungen sowie zur Verbesserung der Markttransparenz bei.

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