Die Richtlinie „Standard zum Aufbau eines Immobiliendatenraums und Doku-mentenmanagement-Systems (DMS)“ zur einheitlichen Klassifizierung von Dokumenten in Bestands- und Verkaufsdatendatenräumen sowie Dokumentenmanagement-Systemen (DMS) wurde nochmals weitergedacht. Die Immobilienbranche wird dadurch auch im Bereich Datenräume mehrdimensional. Dies beschleunigt das Auffinden von Informationen, reduziert Suchzeiten und fördert gleichzeitig den Einsatz moderner Technologien wie zum Beispiel Künstlicher Intelligenz (KI).

Die Richtlinie „Standard zum Aufbau eines Immobiliendatenraums und Dokumentenmanagement-Systems (DMS)“ der gif Gesellschaft für Immobilienwirtschaftliche Forschung e. V., die einen Musterindex für Immobiliendatenräume präsentiert, erhält erneut ein Update. Bereits in der Version 2.0 wurde das zukunftsweisende Konzept einheitlicher Dokumentenklassen nach gif eingeführt. In der neuen Version 2.1 wird dieses Konzept ausgearbeitet, um mit der schnellen Entwicklung im Bereich der Digitalisierung und künstlichen Intelligenz Schritt zu halten. Die Dokumentenklassen wurden von bisher 62 auf 164 ergänzt. Damit kann die Immobilienwirtschaft noch einfacher von modernen Technologien profitieren.

In der neuen Version 2.1 wird außerdem die Dimensionen-Logik eingeführt. Damit sind Dokumente und Informationen von verschiedenen Richtungen und Anwendungsgebieten kommend, zielgenau und schnell zu finden. Das spart in der Praxis Zeit und reduziert redundante Dokumente. Bisher war nur das Durchsuchen einer starren Ordnerstruktur möglich.
Eine weitere Neuerung ist die Ergänzung der Dokumentenklassen um weitere Metadaten („Attribute“), die zusätzliche Informationen zu und aus den Dokumenten liefern und somit eine bessere Transparenz und Homogenität der Datenräume und DMS-Systeme in der Bewirtschaftung und im Datenaustausch (zum Beispiel in Transaktionen) gewährleisten. Dem Nutzer stehen dadurch mehr Informationen schneller zur Verfügung.

„Der vorhandene Katalog wird bei mehreren neu gestarteten DMS-Projekten schon als Startpunkt verwendet. Das erleichtert vor allem Bestandshaltern gerade in der aktuellen Situation schnell und zielstrebig, ein neues DMS zu implementieren. Wir freuen uns, dass die Zahl der Nutzer der Richtlinie weiter so stark gestiegen ist“, erklärt Dominik Brunner FRICS, Leiter der Projektgruppe Datenräume und DMS und stellvertretender Leiter der gif-Kompetenzgruppe Datenmanagement.

Die Richtlinie wendet sich an Investoren, Asset Manager, Property Manager und Berater, die Datenräume und DMS im Rahmen der laufenden Bewirtschaftung und einer Immobilientransaktion einrichten und verwalten sowie an Anbieter entsprechender Software.

Die Richtlinie „Standard zum Aufbau eines Immobiliendatenraums und Dokumentenmanagement-Systems (DMS) 2.1“ kann über den gif-Onlineshop bezogen werden

Zur Richtlinie wird regelmäßig eine Online-Sprechstunde für gif und RICS Mitglieder angeboten. Termine und weitere Informationen sind im gif-Veranstaltungskalender hinterlegt: gif-ev.de/veranstaltungen

 

Über die gif-Kompetenzgruppe Datenmanagement

Die gif-Kompetenzgruppe befasst sich mit Fragestellungen rund um das Thema Daten-management. Ziel ist die Erstellung sowie Fortschreibung von Richtlinien und Empfehlungen, die Förderung des Wissenstransfers zwischen Wissenschaft und Praxis, die Veröf-fentlichung von Best-Practice-Beispielen sowie die Kooperation mit nationalen und inter-nationalen Verbänden rund um das Thema. Die Mitglieder der Kompetenzgruppe engagie-ren sich in folgenden Projektgruppen:

  • Datenmanagement und –analyse
  • Prozessmanagement
  • Datenqualität und -austausch
  • Datenräume und Dokumentenmanagement-Systeme
  • Building Information Modelling (BIM) (im Aufbau)
 

KONTAKT:
gif-Kompetenzgruppe Datenmanagement
Dr. Stephan Seilheimer MRICS und Dominik Brunner FRICS
kg-datenmanagement@gif-ev.de
 
Gesellschaft für Immobilienwirtschaftliche Forschung e.V.
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