In dem von der gif Gesellschaft für Immobilienwirtschaftliche Forschung e. V. geförderten Policy Paper untersucht Andreas Mense (Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg), ob die Mietpreisbremse in den betreffenden Städten zu einer merklichen Veränderung der Bautätigkeit im Wohnungsneubau geführt hat. Um Investitionsanreize in den Wohnungsneubau zu erhalten, wurde in der Mietpreisbremse eine Ausnahmeregelung für Neubauten verankert. Die Wirksamkeit dieser Ausnahme hängt allerdings davon ab, ob Bauträger und Investoren die Regelung als glaubhaft ansehen. Im Ergebnis zeigen sich weder positive noch negative Auswirkungen der Mietpreisbremse auf die Bautätigkeit im Wohnungsneubau. Jedoch gibt es Anzeichen dafür, dass kommunale und gemeinnützige Bauträger in Gemeinden mit Mietpreisbremse ihr Angebot stärker ausweiten konnten als in den Gemeinden der Kontrollgruppe.

Die gif Gesellschaft für Immobilienwirtschaftliche Forschung e. V. startete im Herbst 2018 mit ihrer neuen Publikationsreihe „gif Policy Paper“. Die „Diskussionspapiere“ greifen gesellschaftlich relevante Immobilienthemen mit besonderer politischer Relevanz auf und stehen als Schriftenreihe zwischen einem wissenschaftlichen Journal-Artikel, einem wissenschaftlichen Gutachten und einem politikberatenden Essay. Verfasst von jungen Forschern und gefördert von der gif, erscheinen die Policy Papers bis zu zwei Mal im Jahr.

Das gif Policy Paper kann unter dem Link https://bit.ly/2WmrkxP abgerufen werden.