Blockchain

Die „Blockchain“ ist eine Distributed-Ledger-Technologie (DLT), d.h. eine Datenbank, die an mehreren Orten gleichzeitig gespeichert wird - im Gegensatz zu traditionellen zentral gespeicherten und verwalteten Datenbanken. Die Blockchain beschreibt eine kontinuierlich erweiterbare Liste von Datensätzen („blocks“), die mittels Verschlüsselungstechnologien miteinander verkettet sind. Diese Verkettung ist Grundlage der Namensfindung. Der nächstfolgende Block besteht dabei typischerweise aus einem sicher verschlüsselten Wert des vorherigen Blocks, einem Zeitstempel und den (für diesen Block neuen) Daten.

Entscheidend für die Klassifizierung als Blockchain ist die Notwendigkeit, dass spätere Blocks auf früheren Transaktionen aufbauen und diese damit als richtig bestätigen, indem sie die Kenntnis und Richtigkeit der früheren Transaktionen nachweisen. Dies hat zur Folge, dass frühere Einträge nahezu manipulationssicher weitergegeben werden, da die Historie stets mitübertragen wird. Bedeutendes Anwendungsgebiet sind Kryptowährungen und der damit verbundene Ansatz, die Echtheit der Geldeinheiten zu bestätigen. Die Technik wird derzeit für viele neue Anwendungsgebiete erschlossen, die sich im Umfeld des sicheren Austauschs von Daten oder Transaktionen zwischen zwei Parteien ansiedeln.

Im Immobiliensektor ist der Einsatz bei Immobilientransaktionen (z.B. in Form von “Real Estate Tokenization”) oder Grundbucheinträgen denkbar.

Links

Quellen

  •  Richtlinie zum Immobilien-Daten-Austausch (gif-IDA) © gif Gesellschaft für Immobilienwirtschaftliche Forschung e. V. , Juni 2017