Sortimentsgliederung

Sortimente werden mit Hilfe von Begriffen gegliedert, die der sog. Sortimentspyramide entnommen sind. Untenstehende Abbildung zeigt beispielhaft, wie ein Lebensmittel- und Textilsortiment mit Hilfe von Sortimentspyramiden beschrieben werden kann. Die Warenbereiche Lebensmittel und Textilien lassen sich in die nächst kleineren Sortimentseinheiten der Warengattungen (z.B. Getränke) zerlegen, gefolgt von den Warengruppen (z.B. alkoholische Getränke), den Artikelgruppen (z.B. Bier) und den einzelnen Artikeln (z.B. Bitburger Pils). Die kleinste Sortimentseinheit stellt die Sorte dar.(1) Sie berücksichtigt beispielsweise unterschiedliche Verpackungs- und Konfektionsgrößen (z.B. Bitburger Pils 24er Kasten, 0,33 l). Die einzelnen Begriffe werden allerdings in der Literatur nicht einheitlich verwendet und interpretiert. So unterscheidet der Ausschuss für Definitionen zu Handel und Distribution (2006) beispielsweise Warenart, Warenbereich, Artikelgruppe, Artikel und Sorte, während der Begriff Warengruppe dort nicht benutzt wird.(2) Schröder (2003) verwendet zusätzlich den Begriff der Warenuntergruppe.(3) Daneben gibt es viele weitere Varianten der Sortimentspyramide. In jedem Falle gilt, dass die Waren umso konkreter definiert sind, je niedriger die Sortimentsebene bzw. je höher die Position in der Sortimentspyramide ist.

 

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Quellen

  • Definitionen zur Einzelhandelsanalyse © gif Gesellschaft für Immobilienwirtschaftliche Forschung e. V., 01. Februar 2014
  • (1) Müller-Hagedorn, L./Toporowski, W./Zielke, S.: Der Handel, 2. Aufl., Stuttgart 2012, S.S. 544 – 547.
  • (2) Ausschuss für Definitionen zu Handel und Distribution (Hrsg.): Katalog E, 5. Aufl., Köln 2006, S. 140f.
  • (3) Schröder, H.: Category Management. Eine Standortbestimmung, in: Schröder, H. (Hrsg.): Category Management. Aus der Praxis für die Praxis. Frankfurt am Main, 2003, S. 11 – 38.