Warenhaus

„Das Warenhaus ist ein großflächiger Einzelhandelsbetrieb (Einzelhandel im institutionellen Sinne), der in der Regel auf mehreren Etagen breite und überwiegend tiefe Sortimente mehrerer Branchen mit tendenziell hoher Serviceintensität und mittlerem bis hohem Preisniveau an Standorten in der Innenstadt oder in Einkaufszentren anbietet. Die Warensortimente (Ware) umfassen überwiegend Nichtlebensmittel der Bereiche Bekleidung, Heimtextilien, Sport, Hausrat, Einrichtung, Kosmetik, Drogeriewaren, Schmuck, Unterhaltung. Dazu kommen Dienstleistungsangebote der Bereiche Gastronomie, Reisevermittlung und Finanzdienstleistungen. Die Verkaufsmethode reicht von der Bedienung (z.B. im Unterhaltungselektronikbereich) über das Vorwahlsystem (Vorwahl, z.B. Bekleidung) bis zur Selbstbedienung (z.B. bei Lebensmitteln). Die Amtliche Statistik erfasst diese Erscheinungsform des Einzelhandels als Warenhaus, wenn sie eine Verkaufsfläche von mindestens 3.000 m² hat.“(1)

Im englischsprachigen Bereich wird das Warenhaus als Department Store bezeichnet. In einigen Fällen bieten Warenhäuser bis zu 120.000 verschiedene Artikel an. Die Verkaufsfläche reicht von 6.000 m² bis in Einzelfällen über 30.000 m².(2)

Beispiele:

  • Karstadt
  • Galeria Kaufhof
  • Galeries Lafayette

 

Quellen

  • Definitionen zur Einzelhandelsanalyse © gif Gesellschaft für Immobilienwirtschaftliche Forschung e. V., 01. Februar 2014
  • (1) Katalog E, 5. Ausgabe, Köln 2006, S. 63f.
  • (2) www.handelswissen.de
  • Frechen, J.: Optionen zur erfolgreichen Positionierung von Warenhäusern. Optionen in schrumpfenden und stagnierenden Märkten, Frankfurt am Main 1998.